ALGORITHM OF GARDENING

If you once have the chance to visit France it will be advisable to visit the famous Valley of the Loire with its diverse castles from past times for instance Villandry castle with a big Renaissance garden. In a modern sense Renaissance means to be born again every day like a butterfly escaping the cocoon for lifting off to the first flight in the sky.

villandry_0362Here at Villandry the constructor is imitating nature because the geometrical structures look more like gigantic snow crystals in their diverse shapes. You can dive into these structures like in an ocean of mathematical symbols which are altogether a great labyrinth.

So take care that you do not get lost in these mazes and simply just miss the way to the next exit because the epoch of Enlightenment has still a lot of work to be done and accomplished in the outer daily world where black and angry clouds have already gathered at the horizon.

 

THE DESERT IS ALIVE

cropped-placeofhope_sahara_south-tunisia20021.jpgI made this photograph long time ago with analog technique in the Sahara of Southern-Tunisia during an oasis trip from Tozeur to Tamerza – still one of my favourite travel remembrances showing a single bush in an area of burst soil most likely due to more heavy rainfalls some time ago. When ever I watch this photograph again, the quite bizarre scenery reminds me of the power and resilience in life and nature against all the odds.

DISBANDED IN CITY MAELSTROMS


The city never sleeps, and urbanity regularly changes its great disguise so the city’s shape of today can never be the impression of yesterday. And tomorrow, when you start seeking a special already wellknown matter, then quite often you will easily be invited by an unforeseen subject which you had never expected there. Hence such temporary views are only prefactical still lifes of already past times because hide and seek reflects not alone a children’s game, while it accompanies us like a protective good spirit through our entire life. This pleasant game always guides us unpredictable but safely around the next street corner and through the final urban hubris.

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SITUATIONISTIC TRACKS (2)

When traveling through the world, a lot of papers and funny things are wandering into pockets or travel bags which are normally just thrown away. For reconstructing what has been seen and visited a diary is always of great help. This here is an example for a possible visual retrospection in form of a collaged trails remembrance, all these pieces were collected during one single year in diverse countries.

lybische-etc-collageDiary of tracks – Libyan Alps

To be continued.

WINTER IM ERZGEBIRGE – ZIMA V KRUŠNÝ HORÁCH

Die Winter im Erzgebirge (Krušné hory), egal ob auf deutscher oder tschechischer Seite, sind oft ähnlich kalt und frostig wie in Skandinavien klimatisch gesehen, wenn sie dann erst einmal richtig anfangen. Der höchste Berg im Erzgebirge, sogar mit echter Seilbahn ausgestattet, ist der Fichtelberg in Oberwiesenthal, jedoch die fast-alpine Fahrt mit der Seilbahn dauert nicht allzu lange, da er nur eine Seehöhe von 1215 m hat. Runter geht es dann halt mit Ski, Snowboard oder Rennrodel, denn eine schöne Naturrodelbahn kann hier auch genutzt werden mit einigen echten Adrenalin-Kurven. Ansonsten gibt es wirklich sehr viele schöne Loipen in der Region von Oberwiesenthal und Božidar, die zum Erkunden der Landschaft einladen, im beschaulichen Božidar kann man die Langlauf-Skier bereits schon in der Unterkunft anschnallen, denn die nächste Loipe ist nie wirklich weit entfernt. Und die Wahrscheinlichkeit, daß hier Schnee liegt, ist wesentlich höher als in anderen Mittelgebirgen.

Der Pöhlbach (Polava) in der Nähe von Oberwiesenthal.

dsc_0563Bergfan mit Rennrodel kurz vor Abfahrt vom eisigen Fichtelberg (1215 m)

tellerhauser_loipeLoipe am Tellerhäuser entlang der deutsch-tschechischen Grenze

Die Erzgebirgs-Region kann auf eine bewegte Geschichte mit ganz unterschiedlichen Bevölkerungen zurückblicken, denn in der Geschichte bleibt in der Regel nichts so, wie es einmal war. So wohnte vor rd. 2000 Jahren in dieser Gegend der germanische Stamm der Semnonen. Im 4. Jahrhundert wanderten diese jedoch dann im Rahmen der großen Völkerwanderung in das heutige Südwest-Deutschland aus, nur wenige Semnonen blieben dabei zurück. Im 6. Jahrhundert kamen die slawischen Sorben von jenseits der Oder in die Region, die wenigen verbliebenen Semnonen verloren dabei ihre Eigenständigkeit und wurden im Laufe der Zeit sorbisch. Die sorbische Kultur und Sprache existiert heute allerdings nur noch in Ostdeutschland in der Region um die Städte Cottbus und Bautzen, überall anders wurden die Sorben kulturell assimiliert (letzte sorbische Spuren zum Beispiel in Polen noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu finden). Der Name der Stadt Božidar erinnert noch an diese vergangene Zeit, denn er entstammt dem Obersorbischen und bedeutet ‘Gottesgab‘, ein Geschenk hoch oben auf dem Berg. Der beschauliche Ort in 1.028 m Seehöhe direkt an der deutsch-tschechischen Grenze gelegen ist heute ein beliebter Wintersportort im tschechischen Böhmen.

dsc_0555Arktischer Biergarten auf dem Fichtelberg (1215 m) bei – 18° Celsius

dsc_0602Eiszapfen wachsen scheinbar endlos im Erzgebirgswinter oben in Božidar.

dsc_0486In der Nähe von Božidar – Waldweg zur deutschen Grenze

dsc_0502Hochplateau in der Nähe von Božidar mit Blick auf Klínovec (Keilberg)

Sehr entspannend ist eine gemütliche Fahrt mit der historischen Schmalspurbahn, der Fichtelberg-Bahn, die 1897 endgültig fertiggestellt wurde und heute immer noch zwischen Oberwiesenthal und Cranzahl verkehrt. Was gibt es sonst noch in der Region zu entdecken oder zu erleben: zum Beispiel die alte Renaissance-Stadt Horní Blatná (Platten), das kuriose Suppenmuseum in Neudorf, den bekannten Kurort Karlovy Vary (Karlsbad) sowie das Kulturfestival ‚artmontan‘ mit Kulturevents über das ganze Jahr verteilt an allen möglichen ungewöhnlichen industriellen Orten (im Januar 2017 in der Kaverne des Pumpspeicher-Kraftwerkes Markersbach). Man muss nicht immer gleich in die Alpen fahren, das Erzgebirge als altes Grenzland bietet auch viele Berge und interessante Abwechslungen.

dsc_0745Typische Schwibbögen in den Fenstern bringen Licht in die dunkle Jahreszeit.

dsc_0614Alter Feldweg in Hammer-Unterwiesenthal

Wohin führt uns nur der weitere Weg, während die Lok schnaubend durch die klirrend eiskalte Winterlandschaft des Erzgebirges dem so immer fernen Horizont entgegenstrebt?

IMPERIALE RACHE AM HINZBERG

In der Nähe von Perleberg findet sich eines der größten und noch sehr gut erhaltenen Hügelgräber aus der Bronzezeit in Deutschland, das kaum bekannte Königsgrab von Seddin. Wahrhaft beeindruckend ist auf jeden Fall seine Höhe von 10 m und ein Durchmesser von 68 m. In eisigen Vollmondnächten hört man dort in den Bäumen manchmal ein warnendes Wimmern, wenn der Wind der Geschichte die Baumkronen gnadenlos beugt, und eben dann taucht auch immer wieder ein nebulöser Geistreiter wie aus dem Nichts auf, der auch heute noch vollkommen rastlos durch die endlosen Wälder streift.

Seddin_GhostriderGeistreiter vor dem Grabeingang am Hinzberg  © transmutation.me (2016)

Eine regional wohlbekannte Sage über diesen Ort berichtet, dass es dort in der Prignitz einst einen König namens Hinz gab, der beliebt bei seinen Untertanen und gerecht zu jedermann war. Als er dann starb, beschloss sein Volk wenigstens die Erinnerung an diesen treuen Herrscher zu erhalten, und sie errichteten ihm ein wahrhaft königliches Grabmal. In drei verschiedenen ineinander gestellten Särgen, von denen der edelste und innerste in Gold getrieben wurde, bestattete man ihn. Danach wurde ein mächtiger Hügel um das Grab aufgeschüttet, damit niemand die Ruhe des Königs stören könne – so entstand der Hinzberg. Im vorigen Jahrhundert dann machte sich der Bauer, auf dessen Land sich das Grab befand, an das Aufgraben. Ruhelos grub und grub er, so dass er seine täglichen Pflichten darüber vergaß und verarmte. Das war die Strafe des Königs Hinz für seine Habgier.