SURREAL URBAN CONQUESTS

Sometimes reality and magic build a fruitful symbiosis in daily life – unusual situations arising from random collisions of open minds. These more time-limited incidents can tell us true stories – tangible modern mysteries of past and present times.


Royalistic ghostrider on Charlottenburg castle facade

the-snakeCommunal snake (concept: Mathilde ter Hejne)

Such sudden surprises loose their real attraction when looking for a sense or necessity in each and everything. Just following the flow of happenings, more often leads to fascinating objects when we simply stumble over the diverse silhouetted fans of reality.

A welcome bench for contemporary meetings

Tree emoticon at a very busy through street

Just follow the bursting walls

These visualized dreams are hiding at unexpected places or may also be not visible by first view, visionary connections such as these here picked up at diverse locations in the city of Berlin.

FALLEN ANGELS ON THE RUN

The air is surely these angels’ element of freedom,
as they are to become one flesh with the birds
amid the ebb and flow of fugitive infinity.
To be away from home and yet to feel
oneself everywhere at home,
to be at the centre of the world,
and yet to remain hidden from the world,
 erratic aliens finally hooked on fatal trips.

 

INTERGALAKTISCHES VERWIRRSPIEL

Die Pataphysik verhält sich zur Metaphysik
wie die Metaphysik zur Physik.   

Wir wünschen uns gerne klare Antworten auf oft gestellte Fragen, denn viele Dinge verlaufen doch häufig alles andere als logisch oder gar rational.  Auf anderer kosmischer Ebene stoßen wir bei dieser sinnhaften Suche ganz unvermittelt auf die nun  von Physikern postulierte dunkle Energie, die der sagenumwobenen ungelösten Weltenformel zu einem endgültigen Ergebnis verhelfen soll. Einen Gedankenstrang weiter liegt aber dann das nächste  Multiversum mit neuen Naturgesetzen und sich unversehens verästelnden Vorhersehbarkeiten, und unsere Körper verschwinden dabei sofort an einem Nicht-Ort in einem wilden Nebel bioelektrischer Wellen; die multilaterale Lumineszenz verdunkelt alle unsere Sinne.

Dieser galaktische Ozean ist geprägt von scheinbarem Chaos und fraktalen Strukturen, ein endloser Kreislauf von purer Energie. Beginnt hier das wahre pataphysische Reich des legendären Dr. Faustroll? Sehr, sehr wahrscheinlich, denn nun öffnen und schließen sich die Pforten des Weltenraumes wie der Schlund eines gierigen Quanten-Raubtiers, dessen Stränge scheinbar Alles unsichtbar durchdringen, und nur diese geleiten uns langsam zum finalen Puzzlespiel. Hier endlich bildet die vollkommen unverständliche Ausnahme die zu respektierende Regel und genauso umgekehrt, kein sehr schnell verwehter Traum einer schlaflosen Nacht, nur tägliche Routine am Weltenrand.

 

THE VERY BY-GONE SENSATIONS OF OLD WROCLAW / BRESLAU

The Polish author Marek Krejewski has only received most recently the Georg-Dehio-Bookaward 2016. His diverse Breslau crime novels are beyound the normal patterns with the main figure Inspector Mock investigating in the home city of the author, but not in the actual Wroclaw, but in the German Breslau between the two World Wars. Here is an excerpt from one of his books which was also published in English language.

Portrait of Inspector Mock, 1938  © transmutation.me (2016)

All around he heard cries of satisfaction and fierce bargaining. He leaned against the little wall surrounding the fountain in the square and like the Neptune who hovered over it, observed the traders with irony. A fat forester, ruddy with cold and wearing a hat decorated with the emblem of von Maltzan’s Militsch forests, extolled in Silesian German the Advent wreaths he was selling and collected orders for Christmas trees. At a neighbouring stall stood a formidable Silesian woman, her prominent backside wrapped in layers of striped aprons. She was arguing in Polish with her dimunitive husband, who was smiling ingratiatingly at some servant girl and pressing a wicker basket containing a fine-looking goose into her hand. Next to them, a whiskered baker waved his arms and pointed at his spiralling pyramids of pastries snowed over with icing and blackened with poppy seeds. Mock stroked the bottle of schnapps, loitered at the Silesian stall and listened with pleasure to the rustle of the Polish language.”

Marek Krajewski, in: The End of the World in Breslau

DSC_0440Interrogation room of Inspector Mock, 1940  © transmutation.me (2016)

 

20. MARKT DER KONTINENTE 2016

Wer noch auf der Suche ist nach speziellen oder originellen Geschenken, wird hier in Berlin beim diesjährigen 20. Markt der Kontinente eventuell fündig, denn die Auswahl ist wirklich sehr groß. Wegen der diesjährigen Schließung und späteren Verlagerung des Ethnologischen Museums aus den Dahlemer Museen in das Humboldtforum im Zentrum von Berlin (geplant für 2019) findet diese außergewöhnliche Veranstaltung dieses Jahr aber vorerst auch leider das letzte Mal statt.

dsc_0262Der Markt der Kontinente ist der einzige Weihnachtsmarkt in Berlin, wo man in angenehmer Atmosphäre Gewürze und Olivenöl, kleine und große Utensilien, Kleidung, Teppiche und buntes Kunsthandwerk aller Art aus der ganzen Welt kaufen oder einfach nur anschauen kann. Denn beim Herumschlendern ist es ein wenig wie auf einem Basar irgendwo anders in der Welt, wo sich wie in einem Schmelztiegel an jeder Ecke etwas Neues entdecken lässt. Begleitet wird der Markt wie jedes Jahr von einem vielfältigen Kulturprogramm, einem speziellen Kinderprogramm, Konzerten sowie Workshops.

dsc_0260Ein spezieller Schwerpunkt liegt bei den angebotenen Artikeln auf Waren, die lokal in anderen Ländern produziert werden, um so die jeweiligen kommunalen Strukturen und Projekte direkt zu unterstützen. Diverse NGOs stellen sich und ihre internationale Arbeit vor: schwerpunktmäßig Stärkung von Frauen-Netzwerken, Kinderrechte, Bildung sowie Schutz der indigenen Völker dieser Welt. Der Markt der Kontinente findet an 4 Wochenenden vor Weihnachten statt beginnend am 19. November 2016.

Markt der Kontinente© Achim Kleuker

Das Motto dieses Jahres lautet „Reise um die Welt in acht Tagen“, und jedes Wochenende richtet sich das Augenmerkt wieder  auf einen anderen Kontinent wie folgt:

19. November – 20. November / Europa
26. November – 27. November / Asien
03. Dezember – 04. Dezember / Amerika
10. Dezember – 11. Dezember / Afrika

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© Achim Kleuker

Öffnungszeiten:

Markt: 11 bis 19 Uhr  /  Museen: 11 bis 18 Uhr
Konzerte: 13, 15 und 17:30 Uhr  /  Musikworkshops: 14 und 16 Uhr

dsc_0253Adresse: Staatliche Museen zu Berlin, Lansstr. 8, Berlin-Dahlem
U-Dahlem-Dorf / Buslinien No. M11 or X83

Eintritt: 8 € / 4 € ermäßigt / unter 18 Jahren kostenlos
(gewährt Zutritt zu allen Museen, dem Markt, Workshops und Konzerten)

dsc_0267Der Markt der Kontinente ist ein Kooperationsprojekt der ‘Staatlichen Museen Berlin’ und der  ‘Freunde des Ethnologischen Museums’. Mehr Infos, und weitere Details finden sich auch unter u. g. Links:

http://ww2.smb.museum/mdk/info
http://www.ethnofreunde-berlin.de/begruessung
https://www.preussischer-kulturbesitz.de/humboldt-forum/auf-dem-weg-zum-humboldt-forum.html

mdk_schalen_aus_asien_c_ruth_hundsdoerfer© Ruth Hundsdörfer